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27.05.2015

Verbindungen auf der BlauPause: RUB auf dem rechten Auge blind!



Da hat die Unileitung nun den Salat: Immer mehr Verbindungen, Corps und Burschenschaften belegen Stände auf der Blaupause. Die Toleranzpolitik des Rektorats gegenüber menschenverachtenden Ideologien zieht Verbindungsstudenten anscheinend magisch an. Die studentische Senatsfraktion und das Studierendenparlament versuchen nun die rechten Umtriebe auf der Blaupause noch zu verhindern!

Studierendenschaft gegen Verbindungen

Auf der Sitzung des Studierendenparlaments am 20. Mai wurde beschlossen, dass Burschenschaften, Studentenverbindungen und Corps entschieden abgelehnt werden und ihnen auf universitären Veranstaltungen kein Forum geboten werden soll. Die gesamte Studierendenschaft steht also geschlossen gegen Verbindungen. Das hält die Unileitung jedoch nicht davon ab, den rechten Männlein weiterhin ein Forum bieten zu wollen.

Rechte Schenkelklopfer in der bsz

Auch die Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung (bsz) schlägt wieder in dieselbe Kerbe. In der vergangenen Woche verharmloste die bsz noch Studentenverbindungen und stellte deren Gegner*innen als intolerant dar. Auch in dieser Woche geht das Treiben weiter; in der aktuellen bsz befindet sich ein Kommentar, der so endet: „Umgekehrt würde ich zu einer Feier der Liste BIER, der GHG oder der Linken Liste nur dann gehen wollen, wenn einige Verbindungsstudenten in vollem Wichs mitkommen. Wer wirklich freiheitlich und emanzipativ denkt, der würde darauf tolerant reagieren und einen Dialog versuchen.“ Dieser Schenkelklopfer könnte so auch eins zu eins in der rechten Jungen Freiheit stehen. Diejenigen, die sich für eine offene Gesellschaft einsetzen, die Rassismus und Sexismus den Kampf angesagt haben, werden hier – mal wieder – der Intoleranz bezichtigt. Dies ist weder liberal, noch demokratisch! Das ist einfach eine „Mir doch Scheiß egal“-Haltung. Manche würden das auch als unpolitisch oder unideologisch bezeichnen, aber genau das bereitet menschenfeindlichen Positionen den Boden.

Offene Gesellschaft vs. Vergangenheit

In der Studierendenschaft sind sich die meisten einig, dass Verbindungen ein Relikt aus der Vergangenheit sind, die nicht zu einer weltoffenen Universität passen. Auch im Senat der RUB sehen das Viele so. Für Rektor Weiler wäre es ein Leichtes, diesem Treiben endlich ein Ende zu setzen. Mit dem kurzen Verweis auf das Selbstverständnis der Ruhr-Universität, könnten die Verbindungen sofort ausgeladen werden. Ganz einfach. Eine heuchlerische Toleranz gegenüber den Intoleranten bringt niemandem etwas, außer den Männerbünden selbst. Das kann doch nicht das Interesse der Unileitung sein!

Wir rufen alle dazu auf, ihren Unmut über die Teilnahme der verschiedenen Verbindungen dem Rektorat mitzuteilen. Hoffen wir gemeinsam, dass Rektor Weiler noch zur Vernunft kommt und die Kontroverse über die Studentenverbindungen nicht sein großes Abschiedsfest überschatten wird.

Sind das die Bilder, die die Besucher*innen der BlauPause erwarten wird und die sich die RUB für ihre 50Jahr-Feier wünscht?:


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